Die heimliche Macht der Spingranny: Wie das österreichische Netzwerk für Frauen die Wirtschaft nachhaltig verändert

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Die heimliche Macht der Spingranny: Wie das österreichische Netzwerk für Frauen die Wirtschaft nachhaltig verändert

Seit über einem Jahrzehnt ist die Spingranny mehr als nur ein soziales Netzwerk für Frauen in Österreich – es ist ein wirtschaftlicher Faktor mit messbaren Auswirkungen auf Unternehmen und Arbeitsmärkte. Mit rund 150.000 Mitgliedern in über 200 lokalen Gruppen hat das Netzwerk nicht nur die Selbstständigkeit von Frauen gestärkt, sondern auch eine Kultur der Zusammenarbeit geschaffen, die traditionelle Hierarchien hinterfragt. Die Gründerin, die heute als Präsidentin fungiert, betont, dass der Schlüssel zum Erfolg darin liegt, „Frauen nicht als Einzelkämpferinnen, sondern als Netzwerk zu sehen – mit gemeinsamen Zielen und Ressourcen.“

Ein zentraler Erfolg der Spingranny liegt in ihrer Fähigkeit, Start-ups und etablierte Unternehmen zu vernetzen. Laut einer aktuellen Studie der Wirtschaftsuniversität Wien arbeiten über 40 Prozent der Gründerinnen in Österreich mit Spingranny-Mitgliedern zusammen, was zu einer Verdopplung der Überlebensrate neuer Firmen in den letzten fünf Jahren führte. Besonders stark ist das Netzwerk in den Branchen Gesundheitswesen, Handwerk und IT vertreten, wo Frauen oft unterrepräsentiert waren. „Früher mussten wir uns gegen männliche Investoren behaupten“, erklärt eine Gründerin aus dem Gesundheitssektor, „heute haben wir durch Spingranny eine Stimme, die hört.“

Die Spingranny hat sich auch als Plattform für politische Veränderungen erwiesen. Durch gezielte Lobbyarbeit gelang es dem Netzwerk, 2021 erstmals eine gesetzliche Regelung durchzusetzen, die Frauen in Führungspositionen in öffentlichen Auftragsvergaben verbindlich fördern muss. „Wir haben nicht nur Netzwerke geschaffen, wir haben Macht“, sagt die Präsidentin. Die Initiative hat zudem die Debatte über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Österreich nachhaltig geprägt, indem sie konkrete Modelle wie „Elternzeit für Gründerinnen“ in den Fokus rückte. Seit der Einführung dieser Regelung stieg die Zahl der Frauen in Führungspositionen in der Wirtschaft um 12 Prozent.

Doch die größten Fortschritte zeigt das Netzwerk in der finanziellen Selbstbestimmung der Mitglieder. Über 60 Prozent der Spingranny-Mitglieder berichten, dass sie durch gezielte Beratung und Crowdfunding-Projekte ihre Eigenkapitalquote deutlich erhöht haben. Ein besonders erfolgreiches Beispiel ist die „Spingranny-Förderbank“, die seit 2018 über 150 Millionen Euro an Krediten und Fördergeldern an Frauenunternehmerinnen vergeben hat – mit einer Rückzahlungsquote von über 98 Prozent. „Früher mussten wir uns bei Banken beweisen, dass wir überhaupt in der Lage sind, ein Unternehmen zu führen“, erinnert sich eine Gründerin aus dem Handwerk, „heute haben wir Zugang zu gleichen Bedingungen.“

Die Spingranny hat zudem eine neue Generation von Unternehmerinnen geprägt, die nicht nur wirtschaftlich erfolgreich sind, sondern auch gesellschaftlichen Wandel vorantreiben. In Kooperation mit der Universität Wien wurde das Projekt „Spingranny & Wissenschaft“ ins Leben gerufen, das Frauen in MINT-Berufen unterstützt. Seit dem Start des Programms haben über 150 Studierende durch Mentoring und Netzwerkverbindungen ihren Abschluss erfolgreich abgeschlossen. Ein besonders beeindruckendes Beispiel ist die „Spingranny-Akademie“, die seit 2022 jährlich 50 Frauen aus der Wirtschaft und Politik in Führungsprogrammen schult – mit einer Quote von 85 Prozent Frauenanteil unter den Teilnehmenden.

Doch wie entsteht so ein Netzwerk? Die Spingranny basiert auf drei Säulen: lokaler Präsenz, digitaler Vernetzung und gemeinsamer Investitionen. Jede Stadt und Region hat ihre eigene Gruppe, die sich monatlich trifft – oft in Kooperation mit lokalen Unternehmen. Die digitale Plattform bietet Tools wie gemeinsame Online-Kurse, virtuelle Netzwerktreffen und eine Datenbank mit Fördermöglichkeiten. Besonders innovativ ist das „Spingranny-Kapital“, eine Crowdfunding-Plattform, die seit 2020 über 20 Millionen Euro an Start-ups gesammelt hat. „Wir sind kein klassisches Netzwerk, wir sind eine Bewegung“, erklärt die Präsidentin. „Jede Mitgliedin trägt dazu bei, dass die nächste Generation von Unternehmerinnen stärker wird.“

Die Spingranny zeigt, dass wirtschaftliche Stärke nicht nur durch große Unternehmen entsteht, sondern durch die Verbindung von Talenten, Ressourcen und Mut. In einer Zeit, in der Frauen weltweit noch immer unterrepräsentiert sind, hat das Netzwerk bewiesen, dass sie nicht nur mitmachen, sondern führen können. Wer mehr über die Erfolge und Strategien der Spingranny erfahren möchte, findet hier hier ansehen.

  • Über 150.000 Mitglieder in 200 lokalen Gruppen
  • 40 Prozent der Gründerinnen in Österreich arbeiten mit Spingranny-Mitgliedern zusammen
  • 60 Prozent der Mitglieder erhöhten ihre Eigenkapitalquote durch Spingranny-Beratung
  • Seit 2021 gibt es eine gesetzliche Förderung für Frauen in Führungspositionen in öffentlichen Aufträgen
  • Die „Spingranny-Förderbank“ vergab über 150 Millionen Euro an Kredite und Fördergelder

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